Ein Flintauge

Dieser ungewöhnliche Fund wurde in einer Kieskuhle zwischen Grünhagen und Eitzen im Landkreis Uelzen gemacht. Er zeigt einen rötlich durch Metalloxide verfärbten Schwamm im Querschnitt im Feuerstein. Man könnte meinen, hier die fossilen Reste eines Auges zu sehen. Durch solche Funde haben sich unsere Ahnen verständlicherweise zu den wildesten Ideen oder Vermutungen hinreißen lassen.

 

 
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Ein Sammlerportrait - Walter Hinz

Wir haben ein langjähriges Mitglied unserer Arbeitsgemeinschaft besucht und uns seine gesammelten
Schätze angesehen. Hier wollen wir nun einen kleinen Einblick in ein langes Sammlerleben gewähren.


Walter Hinz ist Mitglied der Geologisch paläontologischen Arbeitsgemeinschaft Kiel seit 1973. Er wurde von
dem leider bereits verstorbenen, sehr geschätzten Mitglied G. Müller auf die Ag aufmerksam gemacht.

Da Herr Hinz die seltene Gabe einer fast übermächtigen Neugier zeigt,
begann er sich auch hier zu interesssieren.
Diese Neugier läßt ihn, so oft er nur kann, die Welt bereisen. So besuchte er bereits Neuseeland, Brasilien,
Australien, einige afrikanische Länder, wie Namibia, Marokko und Madagaskar und natürlich den skandinavischen Raum.
Einige der möglichen Fundorte wie Schweden oder auchMarokko bereist er immer wieder, um beispielsweise
in Marokko nach Achaten zu suchen.


Er sammelt nicht nur Fossilien aller Art ("...alles selbst gefunden..."), sondern auch Mineralien, aber auch
Meerschaumpfeifen, alte Flaschen, die er als Taucher vom Meeresgrund mitbrachteund überhaupt alles,
was interessant oder einfach nur schön ist.


Einfache Steine sind oft wunderschön, wenn man sie sägt, schleift und poliert.
Das nutzt Herr Hinz und fertigt aus ihnen tolle Anhänger, indem er den Stein formatiert und
meist sehr mühselig und mit viel Gefühl und know-how zu Anhängern verarbeitet.
So schenkt er beispielsweise einmal im Jahr den Mitgliedern unserer Arbeitsgemeinschaft
einen solchen selbst hergestellten Anhänger als kleine Aufmerksamkeit.

Eine besonders schöne Arbeit ist die maßstabgerechte Kopie einer Thing-Kette aus einem
vorzeitlichen Grab. Das Original besteht aus Bernstein. Er hat sie aus bläulich schimmerndem
Larvikit, einem plutonischen Tiefengestein hergestellt, ebenso wie ein zweites Exmplar der Kette
aus Faserkalk, der sogenannten Ostseejade.

Für diese Arbeit wurde ihm bereits von Museen Geld geboten.


In der Folge sehen Sie nun einige Fotos, mit kurzen Kommentaren versehen:




Das Prunkstück auf diesem Foto ist der "schwedische" Trilobit im Hintergrund.



Solche Kristallschönheiten (aus Marokko) verführen natürlich besonders zum Sammeln.

 

Man findet in dieser Sammlung Geoden aller Art, aber auch sehr alte Nägel...

 

eine kleine Auswahl der Schmuckstücke, die Herr Hinz selbst gefertigt hat.

 

... eine weitere Sammlung bisher selbst gefertigter Schmuckstücke.

 

Eine Thing-Kette aus Larvikit. Es ist eine 1:1 - Kopie einer Grabbeigabe,
die allerdings aus Bernstein gefertigt wurde.

 

 ...sind sie nicht schön? Wer hat eigentlich das Rauchen verteufelt?

 

...ein besonders schönes, phantasievolles Pfeifchen.

 

...der Klotz ist ein recht großes Stück Faserkalk (Ostseejade) als Rohstoff für viele
hübsche Dinge, die man daraus machen kann, unter anderem auch---siehe unten

 

Man kann mit Faserkalk und Larvikit Schachbretter bauen. (Die Figuren natürlich nicht.)

 

 ...was hat die Natur denn hier zusammengebastelt? (ein Mitbringsel aus Marokko)

 

... naja, das ist etwas skurril  (und natürlich nicht echt). Man findet ihn zwischen diversen
Schnitzereien verschiedener Völker, die vielleicht auch religiösen Zwecken dienten.

 

Herr Hinz war lange als Taucher beschäftigt und hat dabei den Meeresboden
etwas von seinen teilweise recht interessanten Altlasten befreit.

 

...dieser Zahn hat etwa eine Höhe von 10cm

 

...nein, dies ist kein Bernstein, sondern wesentlich jüngeres Kopal, ein halbfossiles,
natürliches Harz. Es kann zwischen einigen Jahrzehnten oder auch Jahrtausenden alt sein.

 

...dies soll der größte Kiefernzapfen sein, den man heutzutage finden kann.

 

Die beiden Schnecken stehen unter dem Schutz des im Hintergrund wachenden Hai-Gebisses.

 

...auch diese wunderschöne Sandrose oder Baryt (hinten an der Wand) ist ein Eigenfund.

 

Herr Walter Hinz, Geo-AG :
"ich glaub, ich muss mal wieder los"